[Quelle Headerbild: iStock.com/Jakob Wackerhausen]
Glasschiebtüren: Schlichte Eleganz
1. Glasschiebetüren
Glasschiebetüren fungieren nicht nur als Abtrennung zwischen zwei Räumen, sondern sorgen auch für ein optisches Highlight. Der entscheidende Vorteil dieser Varianten ist, dass sie im Vergleich zu anderen Schiebetüren besonders lichtdurchlässig sind. So können beispielsweise auch Zimmer mit wenig Lichtzufuhr von hellen Nebenräumen profitieren. Auch wenn Glasschiebetüren im ersten Moment sehr modern wirken, ist ihr Einsatz nicht nur auf eben diesen Einrichtungsstil beschränkt. Sie fügen sich auch harmonisch in Wohnsituationen mit klassischen oder gar Vintage-Möbeln ein, da sie aufgrund ihrer schlichten Eleganz nicht stark auffallen.
Weitere Vorteile von Glasschiebetüren sind die folgenden:
- Räume wirken aufgrund der hohen Lichtzufuhr und der Verbindung zweier Zimmer größer und freundlicher.
- Unzählige Ausführungen ermöglichen ein harmonisches Gesamtbild für jede Wohnsituation.
- Glasschiebetüren sind formbeständig.
Je nach Modell kommen unterschiedliche Glasarten und Verarbeitungen zum Einsatz. Wir stellen Ihnen die einzelnen Varianten im Folgenden genauer vor.
1.1. Die eingesetzten Materialien
Entgegen der weit verbreiteten Vorstellung sind Glastüren verhältnismäßig bruchsicher und unempfindlich. Dies liegt unter anderem an dem aufwendigen Produktionsverfahren unter etwa 600 Grad Celsius, das die Glasschiebetür besonders robust macht.
Zudem werden ausschließlich Varianten angeboten, welche die Bedingungen der DIN EN 12150 erfüllen: Die Schiebetüren müssen demnach ausschließlich aus Sicherheitsglas gefertigt werden. Infrage kommt dabei das Einscheibensicherheitsglas oder Verbundsicherheitsglas.
Einscheibensicherheitsglas (kurz: ESG)
Bei der Produktion wird die Scheibe auf mehr als 600 Grad Celsius erhitzt und im Anschluss schlagartig abgekühlt. Das Glas wird dadurch biegezugfester.
Verbundsicherheitsglas (kurz: VSG)
Bei der Produktion dieser Varianten werden zwei Flachglasscheiben mittels einer Spezialfolie verbunden. Dadurch wird die Glasschiebetür robuster und absorbiert Schall deutlich zuverlässiger als einfache Varianten.
1.2 Verarbeitungsformen von Glasschiebetüren
Glasschiebetüren können entweder vollkommen transparent, satiniert oder mit Mustern und Formen verziert sein. Für welche Variante Sie sich entscheiden, hängt dabei nicht nur von Ihren optischen Vorlieben, sondern auch dem jeweiligen Einsatzzweck ab.
Die Blickdichte und Oberflächenverarbeitung
Transparente Glasschiebetüren

- Sorgen für lichtdurchflutetes, freundliches Ambiente
- Erzeugen Gefühl eines offenen Raums
- Besonders gut zwischen Esszimmer und Küche geeignet
- Schirmen zuverlässig vor Blicken ab
- Besonders gut als Abgrenzung zwischen Räumen geeignet, in denen Privatsphäre gewünscht ist (beispielsweise Bade- oder Schlafzimmer)
Satinierte Glasschiebetüren
Verzierte Glasschiebetüren
- Besondere und einzigartige Optik
- Zahlreiche verschiedene Gestaltungsmuster erhältlich (beispielsweise Punkte, Streifen, Tiere, …)
Info: Blickdichte Glasschiebetüren, beispielsweise in Schwarz, können ebenfalls besondere Akzente im Raum setzen, sorgen dann jedoch nicht mehr für eine offene, freundliche Atmosphäre, welche die Wohnung geräumig erscheinen lässt.
Öffnungsmechanismen
Glasschiebetüren können auf unterschiedliche Weisen geöffnet werden, was vorrangig mit der Art und Anbringung der Schienen zusammenhängt.
Kugelgelagerte Boden-Führungsschiene
Diese Glasschiebetüren verfügen über bewegliche Rollen, die in einer Führungsschiene im Boden entlanggleiten. Durch einfaches Auf- und Zuziehen lässt sich die Tür spielend leicht schließen.
Hängende Führungsschiene
Glasschiebetüren können auch hängend befestigt werden. Die Schiene befindet sich dementsprechend oberhalb des Türrahmens, weswegen die Tür auf den ersten Blick zu schweben scheint. Dies sorgt für eine besonders edle Optik.
Info: Einige Varianten verfügen über zwei Türen statt einer. Hierbei werden beide Türen jeweils nach außen geschoben, sodass ein Durchgang entsteht.
Befestigungsarten
Glasschiebetüren können entweder so montiert werden, dass sie vor der Wand entlanglaufen oder aber in derselbigen verschwinden.
Befestigung vor der Wand:
In diesem Fall befindet sich die Glasschiebetür in geöffnetem Zustand vor der Wand. Diese Konstruktion macht es auch möglich, den Durchgang nachträglich einzubauen.
Befestigung in der Wand:
Beim Öffnen der Glasschiebetür wird diese in die Wand geschoben, sodass sie von außen nicht mehr sichtbar ist. Da für diese Befestigungsart jedoch ein Hohlraum zwischen zwei Wänden erforderlich ist, kann eine nachträgliche Montage nur unter einem gewissen Zeit- und Arbeitsaufwand erfolgen.
2. Worauf sollte man beim Kauf von Glasschiebetüren achten?
Damit die Glasschiebetür für lange Zeit uneingeschränkt benutzt werden kann, sollten Sie einige Anforderungen an die Qualität stellen:
- Achten Sie darauf, dass sich die Tür ohne Widerstand fließend auf- und zuschieben lässt. Wenn sie in den Schienen blockiert, sollte das Problem umgehend behoben beziehungsweise für eine Reparatur gesorgt werden, da sie andernfalls dauerhaft beschädigt werden kann.
- Die Glasschiebetür darf keine scharfen Kanten oder jegliche Beschädigungen im Material aufweisen, um eine Verletzungsgefahr weitestgehend auszuschließen.
- Stellen Sie sicher, dass sich die von Ihnen gewählte Variante in die Richtung öffnen lässt, die Sie wünschen. Manche Varianten lassen sich nur zu einer Seite hin aufschieben, was je nach Raumsituation und Platzangebot zu Problemen führen kann.
- Berücksichtigen Sie stets, welche Blickdichte Sie für Ihre Glasschiebetür benötigen. Diese sollte immer an den Grad der von Ihnen gewünschten Privatsphäre angepasst sein.
Wählen Sie die Blickdichte der Glasschiebetüre nach dem Grad der Privatsphäre aus, den Sie sich wünschen.



















