
Freistehende Badewannen
Freistehende Badewannen sind ein optisches Highlight in jedem Raum und bieten dazu noch höchsten Komfort beim entspannenden Vollbad. Wir stellen Ihnen in diesem Ratgeber verschiedene Materialien und Designs der Wannen vor. Zudem verraten wir Ihnen, was Sie beim Kauf in jedem Fall beachten sollten und wie Sie die Badewanne fachgerecht einbauen.
1. Freistehende Badewannen
Eine freistehende Badewanne kann nach Belieben im Raum platziert werden. Das Vorgängermodell der Einbauwanne liegt heute wieder voll im Trend und wird in den unterschiedlichsten Ausführungen angeboten. Wir weisen Ihnen Vor- und Nachteile der Badewannen auf und stellen Ihnen Materialien und Designs vor.
Eine klassische freistehende Badewanne im Retro-Design.
1.1 Vor- und Nachteile
Bevor Sie sich für den Kauf einer freistehenden Badewanne entscheiden, sollten Sie sowohl die positiven als auch negativen Aspekte dieser Variante im Vergleich zu einer herkömmlichen Einbaubadewanne kennen.
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Optische Aufwertung des Badezimmers | Häufig teurer in der Anschaffung |
| Liegt aktuell im Trend | Armaturen müssen meist separat gekauft werden |
| Flexible Aufstellmöglichkeit | Keine Ablagemöglichkeit |
| Einfache Reinigung, da rundum zugänglich | Zusatzschutz für Wasserspritzer notwendig |
| Zahlreiche unterschiedliche Designs | Viel Platz im Badezimmer nötig |
| Kinder können beim Baden besser beaufsichtigt werden | Keine Duschmöglichkeit |
| Armaturen und Rohre sind leichter zugänglich |
1.2 Materialien und Designs
Sie sollten bei der Wahl des Badewannen-Modells auf das passende Material und Design achten, damit die Wanne sich stimmig in den Stil des Raums einfügt.
Materialien
Der richtige Werkstoff der Wanne ist nicht nur für die Optik ausschlaggebend. Auch für die Langlebigkeit der Badewanne sowie den Komfort beim Baden spielt das Material eine Rolle. Wir stellen Ihnen einige unterschiedliche Varianten vor:
Acryl (auch Sanitäracryl)
- Vergleichsweise preisgünstig
- Glattes und zugleich hygienisches Material, da porenarm
- Isolierend, länger warmes Wasser
- Leicht zu reinigen
- Hohe Formbarkeit
- Besonders langlebig
- Anfällig für Kratzer
- Nicht recyclebar

Mineralguss
- Mineralisches Gemisch
- Besonders robust und langlebig
- Massiv, daher nur dünne Wand notwendig
- Niedrige Temperaturleitfähigkeit
- Kratzerresistent
- Keine Poren oder Fugen, sehr hygienisch
- Recyclebar

Naturstein
- Besonders edles Material
- Jedes Modell ein Unikat
- Vergleichsweise kostenintensiv
- Massiv, hohes Eigengewicht
- Wenig isolierend, Wasser wird schneller kalt

Weitere mögliche Werkstoffe für Badewannen sind Glas, Holz, Gusseisen, Kupfer, Stahl, Stahlemaille und Beton.
Designs
Während das Material bereits ein wichtiger Faktor für die Optik der Badewanne ist, spielen auch die verschiedenen Formen und Modelle eine Rolle. Hier sehen Sie einige unterschiedliche Badewannen auf einen Blick:
Freistehende Wanne mit Füßen
Freistehende Wanne ohne Fuß
Runde freistehende Badewanne
Ovale freistehende Badewanne
Rechteckige freistehende Wanne
Freistehende Wanne mit geschwungenem Rand
Während die Standardgröße bei Einbauwannen 170 mal 75 Zentimeter beträgt, sind freistehende Badewannen in der Regel mit Durchschnittsmaßen von 190 mal 80 Zentimetern etwas größer.
2. Kaufaspekte und Einbau-Tipps
Bevor Sie sich für eine freistehende Badewanne entscheiden, sollten Sie die folgenden Punkte ausschließlich mit einem Ja beantworten können:
- Ist Ihr Badezimmer groß genug? Die Mindestgröße der freien Badfläche sollte hier 8,5 Quadratmeter betragen. Rund um die Wanne sollte zu anderen Möbeln, der Wand oder Badinstallationen 55 Zentimeter Platz sein. Bedenken Sie zudem, dass freistehende Badewannen hauptsächlich als optischer Hingucker dienen. Ist das Bad zu klein, kann die Wanne nicht die gewünschte Wirkung erzielen.
- Blockiert die Badewanne nichts? Insbesondere im Bad ist eine intelligente Raumaufteilung wichtig. Dusche oder WC sollten immer frei zugänglich sein.
- Ist der Badezimmerboden stabil genug? Vor allem in Altbauten kann es passieren, dass der Boden des Badezimmers das Gewicht der Badewanne nicht aushält. Lassen Sie daher die Beschaffenheit des Bodens prüfen* und setzen Sie gegebenenfalls auf Badewannen aus leichten Materialien wie Acryl.
- Kennen Sie den Verlauf Ihrer Wasserleitung? Überprüfen Sie unbedingt den Wasser-Zu- und -Ablauf und gleichen Sie diesen mit der Stelle ab, an der Sie die Wanne platzieren möchten.
*Achten Sie bei der Prüfung darauf, das Gewicht der Wanne inklusive voller Wasserfüllung und Nutzer einzurechnen.
Haben Sie sich für ein Modell entschieden, ist eine fachgerechte Installation der Badewanne essenziell. Vorsorgliche Planung ist unerlässlich, um Probleme beim Anschließen und teure Umbauten zu vermeiden. Die folgenden Aspekte sollten Sie vor und beim Einbau der freistehenden Wanne beachten:
- Der Einbau einer freistehenden Badewanne erfordert zugleich auch den eines neuen Bodens. Die Anschlüsse müssen neu gelegt werden, zudem wird die Wanne mit einem Schwerlastanker im Estrich befestigt.
- Sollten Sie eine Fußbodenheizung besitzen, muss beim Einbau der Wanne zusätzlich darauf geachtet werden, dass diese nicht beeinträchtigt wird.
- Nutzen Sie einen flexiblen Schlauch beim Legen der Zu- und Abläufe des Wassers. So kann die Wanne auch noch nachträglich in verschiedene Richtungen gedreht werden.
- Um Schäden am Boden zu vermeiden, sollten Sie die Wanne immer mit Silikon oder einer anderen Masse abdichten. Ein Spritzschutz rund um die Badewanne ist insbesondere bei Holzböden von Vorteil.
3. FAQ
Wo platziere ich eine freistehende Badewanne am besten?
Zwar können Sie freistehende Wannen überall im Raum platzieren, dennoch sollten bestimmte Orte vermieden werden. In der Mitte des Raumes wirkt eine Badewanne zwar am besten, jedoch ist das Komfortgefühl bei dieser Position besonders in großen Räumen nicht gegeben. Auch die Platzierung vor einem Fenster trägt bei vielen zu einem unangenehmen Eindruck beim Baden bei. Entspannter badet es sich in der Nähe einer Wand oder beispielsweise hinter einem Paravent oder Raumteiler.
Wie reinige ich eine freistehende Badewanne?
Die Reinigung der Badewanne ist vom Material abhängig. Acryl-Badewannen können Sie mit einem weichen Tuch oder Schwamm und flüssigem Putzmittel reinigen. Bei robusten Mineralguss und Stahlemaille Wannen können Sie grobe Verschmutzungen mit Scheuermilch entfernen, während das tägliche Putzen nach dem Baden mit einem herkömmlichen Badreiniger vorgenommen werden kann. Für Natursteinbadewannen sollten Sie den Einsatz von Reinigungsmitteln wie Seife oder Spülmittel vermeiden, da diese einen Film auf dem Material hinterlassen. Setzen Sie hier auf Allzweck- oder Essigreiniger. Holzbadewannen werden vor der Nutzung mit Öl imprägniert, was auch nach dem Einbau regelmäßig wiederholt werden sollte. Setzen Sie bei der Reinigung auf pflanzliche Mittel.




















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