
Schwimmwindeln Ratgeber
Wenn Sie Ihr Baby oder Kleinkind gerne mit zum Schwimmen nehmen möchten, kann die Anschaffung einer Schwimmwindel sehr sinnvoll sein. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie bei der Auswahl achten sollten!
1. Allgemeines zu Schwimmwindeln
Beim Babyschwimmen im Hallenbad, während des Urlaubs am Meer oder bei Familienausflügen ins Freibad: Es gibt viele Situationen, in denen Eltern Ihren Nachwuchs mit ins Wasser nehmen möchten. Damit das Nass stets sauber bleibt und kein Malheur passiert, kann Ihr Kind dabei eine Schwimmwindel oder Badewindel tragen. Diese hält dem Wasser besser stand als gewöhnliche Einwegwindeln und bieten einen festeren Sitz. Zudem können die meisten Badehosen nur nach unten gezogen werden, um sie nach dem Baden abzulegen. Schwimmwindeln hingegen sind in der Regel mit Verschlüssen an der Seite versehen, die ein schnelles und bequemes Ausziehen auch im Liegen sowie im nassen und/oder vollen Zustand ermöglichen.
Schwimmwindeln sind speziell auf die Nutzung im Wasser ausgelegt.
Im Allgemeinen sollten Sie darauf achten, dass die Schwimmwindel …
- … eng an Bauch und Beinen Ihres Kindes anliegt.
- … sich leicht an- und ausziehen lässt und dennoch reißfest ist.
- … über UV-Schutz verfügt, wenn Sie in sonnigen Gebieten schwimmen möchten.
- … nicht im Trockenen getragen wird, da sie keinen vollwertigen Saugkern besitzt und Feuchtigkeit nicht gut aufnimmt.
- … nicht als Überhose verwendet wird.
Viele öffentliche Badeanstalten bestehen aus hygienischen Gründen darauf, dass Babys und Kleinkinder eine Schwimmwindel tragen, bevor sie ins Wasser dürfen.
2. Einweg- und Mehrweg-Badewindeln
Grundsätzlich haben Sie die Wahl zwischen Einwegschwimmwindeln und Mehrwegschwimmwindeln. Erstere empfehlen sich vor allem, wenn Sie nur selten mit Ihrem Kind schwimmen gehen. Nehmen Sie Ihr Baby dagegen regelmäßig mit ins Wasser, kann sich eine Mehrwegwindel aus Textil lohnen. Optisch erinnern diese Ausführungen an kleine Badehosen. Die Merkmale beider Varianten haben wir im Folgenden für Sie in einer Übersicht zusammengestellt.
Einwegschwimmwindeln

- Wegwerfwindeln für einmaligen Gebrauch
- Kostengünstige Anschaffung, meist im Multipack
- Sehr einfaches An- und Ausziehen
- Weniger angenehmes Tragegefühl als Mehrwegwindeln
- Schlechte Umweltbilanz
Mehrwegschwimmwindeln

- Aus weichem und dehnbarem Material wie Stoff
- Meist komfortabler als Wegwerfwindeln
- Waschbar und wiederverwendbar
- Erhältlich mit verschiedenen Verschluss-Systemen (Druckknöpfe, Klettverschluss, Schnur)
- In Weite oder Größe teils leicht flexibel
- Platzsparender als Multipack mit Einwegwindeln
Zwar verfügen einige Schwimmwindeln über wasserabweisende Oberflächen oder andere Elemente, die Feuchtigkeit wie Urin zurückhalten sollen. Der primäre Zweck einer Badewindel – egal ob Einweg-Variante oder Stoffwindel – ist jedoch, zu verhindern, dass grobe Verunreinigungen nicht nach außen und ins Wasser gelangen.
3. Größe
Kinderkleidung kaufen viele Eltern gerne eine Nummer größer, damit die Kleinen auch nach Wachstumsphasen noch hineinpassen. Bei der Schwimmwindel sollten Sie jedoch darauf achten, die korrekte Größe für Ihr Kleinkind zu kaufen. Nur eine exakt passende Schwimmwindel ermöglicht einen festen Abschluss der Bündchen und damit den gewünschte Auslaufschutz. Achten Sie auf die jeweiligen Herstellerangaben, da die Größen für Schwimmwindeln nicht mit denen für herkömmliche Windeln übereinstimmen müssen.
4. FAQ
Sollte ich für mein Kind eine Einweg- oder Mehrwegschwimmwindel besorgen?
Das hängt von verschiedenen Faktoren ab. Wenn Sie nur ausnahmsweise einmal mit Ihrem Baby schwimmen gehen möchten, ist eine Einwegschwimmwindel völlig ausreichend: Sie bietet den gewünschten Schutz, ist günstig in der Anschaffung und kann nach Gebrauch einfach entsorgt werden. Sind hingegen regelmäßige Ausflüge ins Schwimmbad oder ans Meer geplant, kann eine Mehrwegbadewindel eine gute Option sein. Diese Stoffwindeln sind in der Regel weicher und komfortabler als Wegwerfprodukte, können leicht im Handgepäck verstaut werden und lassen sich problemlos reinigen. Zudem haben Sie die Wahl zwischen unterschiedlichen Verschluss-Systemen, wie Klettverschlüssen oder Schnüren. Nicht zuletzt sind Mehrweg-Varianten auch besser für die Umwelt, weil nach ihrer Nutzung kein Müll anfällt.
Kann mein Baby im Wasser nicht einfach seine normale Windel tragen?
Nein, und zwar aus mehreren Gründen nicht. Erstens saugen sich normale Windeln sehr schnell mit Wasser voll, wodurch sie schwer werden, verrutschen und die Auslaufsicherheit nicht mehr gegeben ist. Zweitens nimmt im Zuge dessen auch das Gewicht der Windelhose zu, was für Ihren Nachwuchs im Zweifelsfall sogar gefährlich werden kann, wenn er durch die Hose in die Tiefe gezogen wird. Löst sich die Windel ganz vom Körper, kann nicht nur das Wasser verunreinigt werden: Sollten Teile der Windel etwa in die Ansaugpumpe eines Schwimmbeckens gelangen, kann dies zu Beschädigungen am System führen.
Bietet eine Badewindel auch außerhalb des Wassers Schutz?
Nein, jedenfalls nicht in dem Maße, wie es eine herkömmliche Windel tut. Grund ist, dass Schwimmwindeln nicht dafür gedacht sind, Flüssigkeiten so gut wie möglich aufzunehmen. Ihre Hauptaufgabe ist es stattdessen, einen festen Sitz im Wasser zu gewährleisten und dessen grobe Verunreinigung zu verhindern. Normale Windeln bieten mit besonderen Saugkernen einen besseren Auslaufschutz.













