
Wissenswertes zu Goldschmuck
Gold hat bei der Fertigung von Schmuck eine sehr lange Tradition und bis heute nichts an Aktualität verloren. Nicht nur das Erscheinungsbild der Schmuckstücke ist vom Goldgehalt abhängig, auch der Preis wird von der Zusammensetzung der verwendeten Metalle bestimmt. Welche Varianten es gibt, worauf Sie achten sollten und weitere nützliche Hinweise erhalten Sie in diesem Ratgeber.
1. Legierung und Goldgehalt
Da Gold ein sehr weiches Metall ist und sich somit leicht verbiegt, werden bei der Herstellung von Goldschmuck weitere Metalle wie Kupfer oder Silber beigemischt. Die Kombination mehrerer Metalle wird als Legierung bezeichnet. Je nach Legierung ergeben sich unterschiedliche Färbungen des Goldschmucks.
Legierungen aus Gold und Kupfer (Rotgold):
Schmuckstücke, die aus dieser Legierung bestehen, weisen wegen des Kupferanteils einen rosafarbenen Grundton auf. Deshalb wird das Material auch als Roségold bezeichnet.

Legierungen aus Gold und Silber (Weißgold):
Bei Goldschmuck mit einem Anteil aus Silber weicht der typische goldfarbene Ton einer klaren Silberoptik. Viele Schmuckstücke aus Weißgold weisen farblich passende Edelsteinapplikationen auf.

Der Goldgehalt bei Goldschmuck wird durch eine Prägung angegeben: Diese wird auch als Goldstempel beziehungsweise als Punze bezeichnet. Die eingravierte Zahl kennzeichnet dabei den Goldanteil bezogen auf die Gesamtmenge des verarbeiteten Metalls, die immer mit 1.000 Teilen angegeben wird. So besteht beispielsweise ein Goldring mit dem Goldstempel 750 zu Dreivierteln (und somit 75 Prozent) aus purem Gold. Je höher die gravierte Zahl ausfällt, desto höher ist der Goldgehalt, der den Wert des Gegenstandes beeinflusst.
Bei vielen Schmuckstücken wird hingegen der Karatwert in das Material eingraviert. Reines Gold besitzt beispielsweise 24 Karat. Auch bei Edelsteinen dient die Einheit als Qualitätsmerkmal.
Goldring mit einem Goldgehalt von 585 (58 %) und 0,10 Karat.
2. Arten von Goldschmuck
Grundsätzlich finden Sie Goldschmuckartikel in allen gängigen Schmuckkategorien. So können Sie unter anderem aus den folgenden Accessoires wählen:
- Ohrringe
- Fußketten
- Anhänger
- Armbänder
- Ringe
- Broschen
3. Tipps für die Auswahl von Goldschmuck
Damit Goldschmuck Ihr Erscheinungsbild geschmackvoll ergänzen kann, sollten Sie einige grundsätzliche Hinweise zu Auswahl und Kombination der Schmuckartikel beachten.
Goldschmuck steht vor allem Menschen, die einen warmen Hautunterton haben. Wenn Sie nur schwer Sonnenbrand bekommen, Ihre Haut verhältnismäßig schnell braun wird und Sie grüne oder braune Augen haben, gehören Sie wahrscheinlich zu dieser Personengruppe. Ein warmer Hauttyp besitzt in der Regel einen gelblichen oder olivfarbenen Teint, der mit Goldschmuck harmoniert.
Bei einem ovalen und schmalen Gesicht kann länglicher Ohrschmuck dazu führen, dass die Gesichtsform optisch verlängert wird. Aus diesem Grund sollten eher Personen mit einer runden Gesichtsform zu dieser Art von Schmuck greifen. Frauen mit länglichen oder ovalen Gesichtern sind hingegen mit Ohrsteckern besser beraten.
Nach Möglichkeit sollten Sie Goldschmuck mit Perlen und Edelsteinen nicht zusammen tragen, da eine solche Kombination unruhig wirkt.
Ob Stecker oder Hänger die bessere Wahl sind, ist neben Ihrem persönlichen Geschmack auch von Ihrer Gesichtsform abhängig.
4. Reinigung und Pflege
Auch Goldlegierungen neigen dazu, nach einiger Zeit anzulaufen. Hierbei gilt: Je größer der Goldgehalt Ihres Schmucks ist, desto länger wird die besondere Optik des Materials erhalten bleiben. Sie haben die Möglichkeit, Goldschmuck mit einfachen Hausmitteln wieder zu altem Glanz zu verhelfen.
Variante 1: Salz und Alufolie
Legen Sie ein Gefäß mit Alufolie aus, füllen Sie dieses mit warmem Wasser und geben Sie im Anschluss etwa zwei Teelöffel Kochsalz hinzu. Lassen Sie Ihren Goldschmuck darin einige Zeit ruhen und spülen Sie ihn anschließend mit klarem Wasser ab.
Variante 2: Seifenwasser
Auch lauwarmes Seifenwasser kann Schmuck wieder optisch aufwerten. Legen Sie die Stücke eine Weile in der Lauge ein und spülen Sie den Schmuck im Anschluss mit klarem Wasser ab.
Beachten Sie: Nehmen Sie Abstand davon, Ihren Goldschmuck mit Zahnpasta und einer Zahnbürste zu reinigen. Abhängig von den Wirkstoffen der gewählten Zahnpasta-Sorte und auch dem Druck, den Sie auf die Bürste ausüben, kann es zu Beschädigungen der Oberfläche kommen.
Auch für die Aufbewahrung Ihres Goldschmucks gibt es einige Aspekte, die Sie berücksichtigen sollten. Wenn Sie den Schmuck längere Zeit nicht tragen, so bewahren Sie Ihn am besten an einem geschlossenen und trockenen Ort auf. Schmucketuis bieten beispielsweise eine besonders geeignete Aufbewahrungsmöglichkeit. Legen Sie Goldschmuck außerdem vor der Arbeit im Garten, während des Schlafens und beim Schwimmen ab.
5. FAQ
Wie erkenne ich den Goldgehalt von Schmuck?
Bei Goldschmuck ist eine Prägung zu finden, die über den Goldanteil Auskunft gibt. Je höher die Zahl ausfällt, desto höher ist der Goldanteil und somit auch der Wert des Schmuckstücks.
Wie reinige ich Goldschmuck?
Bei der Reinigung von Goldschmuck sollten Sie darauf achten, keine aggressiven Reinigungsmittel zu benutzen. Andernfalls kann es zu Beschädigungen der Oberfläche kommen.
Wo sollte ich Schmuck aus Gold aufbewahren?
Für die Aufbewahrung von Schmuck sollten Sie nach Möglichkeit Etuis nutzen, da diese eine geschlossene und trockene Verwahrung des Schmucks sicherstellen.





































