
Prosecco - beste Weine aus Italien
Unter Prosecco wird häufig das italienische Wort für Sekt verstanden. Allerdings umfasst der Begriff unterschiedliche Weinsorten, die zumeist kohlensäurehaltig sind und in einer speziellen Region Italiens hergestellt werden. In diesem Ratgeber erklären wir Ihnen, woher der Prosecco stammt und welche verschiedenen Arten auf dem Markt angeboten werden.
1. Der Begriff Prosecco
Dieser Prosecco gehört zu den Schaumweinen
Bis zum 31. Dezember 2009 war Prosecco die Bezeichnung einer weißen Rebsorte. Diese Traube wurde umbenannt und wird nun unter dem Namen Glera gehandelt. Seit der Namensänderung steht der Begriff Prosecco für die Herkunftsbezeichnung von Weinen, die aus einem festgelegten Gebiet in der Region Venetien in Italien stammen. Wir stellen Ihnen die verschiedenen Still-, Perl- und Schaumweine, die als Prosecco bezeichnet werden, im Folgenden genauer vor.
Begriffskunde:
Als Stillwein oder Wein werden alkoholische Getränke gefasst, die aus der Gärung von Weintrauben entstehen. Dabei verdeutlicht die Silbe „Still“, dass die Weine keine oder nur sehr geringe Mengen Kohlensäure enthalten.
Perlwein enthält im Gegensatz zu Stillwein Kohlensäure. Der Flaschendruck von Perlwein muss zwischen ein und 2,5 bar betragen. Bei Perlweinen wird die Kohlensäure meist künstlich zugeführt. Allerdings gibt es auch Sorten, bei denen die Kohlensäure durch die Gärung entsteht. Diese werden auch als Qualitätsperlwein bezeichnet.
Schaumwein enthält noch mehr Kohlensäure als Perlwein – der Flaschendruck beträgt mindestens drei bar. Darüber hinaus muss er in Deutschland die folgenden Kriterien erfüllen: Das Herkunftsland muss auf dem Etikett vermerkt sein, der Alkoholgehalt mindestens 9,5 Volumenprozent betragen und der Anteil schwefelhaltiger Säuren darf maximal 235 Milligramm betragen.
2. Prosecco-Arten
Der Begriff Prosecco bezeichnet die Herkunft von Still-, Perl- und Schaumweinen. Durch eine EU-Verordnung aus dem Jahr 2009 wurden die Produktionsauflagen für Prosecco strenger gefasst. Dies betraf insbesondere die Herkunft der Weine und brachte eine deutliche Qualitätssteigerung mit sich. Im Folgenden haben wir alle Informationen über die unterschiedlichen Prosecco-Arten für Sie zusammengefasst.
Dem Prosecco Frizzante wird die Kohlensäure meist künstlich hinzugefügt.
2.1 Prosecco Spumante
Dieser Prosecco gehört zu den Schaumweinen, die aus dem festgelegten Anbaugebiet in Venetien stammen. In Deutschland darf Prosecco Spumante als Sekt bezeichnet werden, wenn die enthaltene Kohlensäure bei der Flaschen- oder Tankgärung entstanden ist und nicht künstlich hinzugefügt wurde.
2.2 Prosecco Frizzante
Prosecco Frizzante gehört aufgrund seines geringen Kohlensäuregehalts zu den Perlweinen. Der Frizzante wird zumeist aus einer Cuvée hergestellt, wobei die Kohlensäure meist künstlich hinzugefügt wird. Jedoch gibt es auch Prosecco Frizzante, bei dem die Kohlensäure durch Tankgärung entsteht.
Als Cuvée wird eine Mischung unterschiedlicher Weine verstanden. Diese Methode erlaubt es den Winzern, in verschiedenen Jahren Still-, Perl- und Schaumweine mit nahezu identischem Geschmack und gleichbleibenden Eigenschaften zu produzieren.
2.3 Prosecco Spento und Tranquillo
Prosecco Spento (spento, Italienisch für „tonlos“) und Prosecco Tranquillo (tranquillo, Italienisch für „ruhig“, „still“) beschreiben beide Stillweine. Diese werden nahezu ausschließlich in Italien selbst verkauft.
3. FAQ
Ist Prosecco Sekt?
Prosecco Frizzante, Spento und Tranquillo dürfen nicht als Sekt bezeichnet werden, da sie zu den Still- beziehungsweise Perlweinen zählen. Prosecco Spumante wird als Schaumwein kategorisiert. Wenn dieser mindestens 9,5 Volumenprozent Alkohol beinhaltet und die Kohlensäure nicht künstlich zugesetzt wurde, darf er als Sekt bezeichnet werden.
Was bedeutet Prosecco?
Der Begriff Prosecco bezeichnete ursprünglich eine Rebsorte, die heute den Namen Glera trägt. Seit 2009 ist Prosecco als Herkunftsangabe für verschiedene Still-, Perl- und Schaumweine geschützt und bezeichnet ein spezielles Gebiet in Venetien.
Was ist der Unterschied zwischen Prosecco Spumante und Prosecco Frizzante?
Prosecco Spumante zählt aufgrund seines Alkohol- und Kohlensäuregehalts zu den Schaumweinen. Wenn er die nötigen Auflagen erfüllt, kann er die Qualität eines Sekts erreichen und darf als solcher bezeichnet werden. Prosecco Frizzante ist hingegen häufig ein Perlwein aus einer Cuvée, dem die Kohlensäure künstlich hinzugefügt wurde.





































