
Alles über Hundehütten
Wenn Sie mit Ihrem Hund gerne Zeit im Garten verbringen, können Sie mit einer Hundehütte einen gemütlichen Rückzugsort für Ihren Vierbeiner schaffen. Darüber hinaus existieren zahlreiche Ausführungen, die für Innenräume konzipiert sind. In diesem Ratgeber zeigen wir Ihnen unter anderem, welche Gründe für eine Hundehütte sprechen, wie Sie Ihren Vierbeiner daran gewöhnen und welche Größe für die jeweilige Hunderasse die richtige ist.
1. Gründe für eine Hundehütte
Neben einem gemütlichen Hundekissen oder Hundekorb stellt eine Hundehütte eine ebenso sinnvolle Anschaffung dar. Gründe hierfür sind die folgenden:
- Ihr Hund fühlt sich in einer Hundehütte geschützt und sicher. Insbesondere Varianten, die mit einer wärmeisolierenden Dämmung ausgestattet sind, schützen Ihren Vierbeiner zuverlässig vor Regen und Kälte.
- Auch wenn Hunde gerne den Kontakt zu Menschen suchen, benötigen sie gelegentlich einen Ort, an den sie sich zurückziehen können. Eine Hundehütte bietet viel Platz und hohen Komfort, sofern sie mit weichen Decken ausgelegt ist.
- Durch eine Hundehütte im Garten verbringt Ihr Vierbeiner im Regelfall eine längere Zeit im Freien. Dies führt dazu, dass sich Ihr Hund für gewöhnlich häufiger und ausgiebiger bewegt. Sollte Ihr Vierbeiner dauerhaft draußen gehalten werden, bildet sich eine dichtere Unterwolle und er verliert weniger Fell. Dadurch, dass er konstant wechselnden Temperaturen ausgesetzt wird, entwickelt sich zudem eine größere Resistenz gegenüber Krankheiten.
Wichtig: Beachten Sie, dass nicht jede Hunderasse für die Haltung im Freien geeignet ist. Für robuste Hunde mit dickem Fell wie beispielsweise Neufundländer, Berner Sennenhunde oder Hovawarte stellt eine Außenhaltung kein Problem dar, wohingegen kleine Hunde mit wenig bis gar keiner Unterwolle ausschließlich in der Wohnung beziehungsweise im Haus gehalten werden sollten.
2. Die Wahl der richtigen Hundehütte
Bei der Entscheidung für eine Hundehütte sollten Sie in erster Linie darauf achten, dass diese groß genug für Ihren Vierbeiner ausfällt. Außerdem steht Ihnen eine umfangreiche Auswahl bezüglich der Ausstattungsmerkmale und verwendeten Materialien zur Verfügung. Wir geben Ihnen Tipps, mit denen Sie die richtige Hundehütte für Ihre Bedürfnisse finden:
- Das eingesetzte Material: Hundehütten werden aus verschiedenen Materialien gefertigt, die jeweils für sich unterschiedliche Vorteile versprechen. Die gängigsten Varianten bestehen aus Massivholz oder wasserfestem Sperrholz. Beide Materialien zeichnen sich durch eine hohe Widerstandsfähigkeit und lange Lebensdauer aus. Das umweltfreundliche Material gewährleistet außerdem ein gutes Klima und beste Dämmungseigenschaften innerhalb der Hundehütte. Kostengünstigere Varianten bestehen in der Regel aus Kunststoff: Hierbei sollten Sie jedoch darauf achten, dass das Material keine für Ihren Vierbeiner schädlichen Inhaltsstoffe aufweist. Vorteilhaft daran ist, dass Kunststoff nicht wittert und sehr einfach zu reinigen ist.
- Die Größe der Hundehütte: Die Größe der Hundehütte sollte sich stets nach der jeweiligen Hunderasse richten. Achten Sie außerdem darauf, dass Ihr Vierbeiner genügend Platz hat, um sich ausstrecken und drehen zu können. Zur Ermittlung der ungefähren Maße der Hundehütte können Sie die folgenden Formeln heranziehen:> Länge der Hundehütte: 1,2 x Länge des HundesBreite der Hundehütte: 1 x Länge des HundesHöhe der Hundehütte: 1,2 x Schulterhöhe des Hundes
Tipp: Wenn Sie Ihren Hund abmessen, sollten Sie das Maßband an der Nasenspitze ansetzen und die Länge bis zum Ansatz der Rute ermitteln.
- Die Ausstattung: Am besten ist es, wenn Ihre Hundehütte gute Dämmmaterialien und eine wärmeisolierende Unterlage aufweist. Insbesondere im Herbst und Winter sollte Ihr Vierbeiner zuverlässig vor kalten Temperaturen, Wind und Nässe geschützt werden. Um den Liegekomfort zu erhöhen, empfiehlt es sich außerdem, den Innenraum mit Decken und Kissen auszulegen. Hierfür können Sie auch alte Exemplare aus Ihrem Haushalt verwenden.
Im Folgenden haben wir ausgewählte Modelle miteinander verglichen:
Trixie Natura 39551 ![]() | Kerbl Hundehütte 4 Seasons ![]() | Deuba Hundehütte mit Balkon ![]() |
|---|---|---|
| Verwendetes Material | ||
| Lasiertes Holz | Lasiertes Holz | Lasiertes Holz |
| Maße (H x B x T) in cm | ||
| 58 x 85 x 60 | 94 x 83 x 100 | 64 x 66 x 53 |
| Geeignet für | ||
| Mittelgroße Hunde | Große Hunde | Kleine Hunde |
| Besonderheiten | ||
| Mit Standfüßen ausgestattet | Wärmeisoliert | Mit Balkon und Leiter (2 Etagen) |
| Unkomplizierter Zusammenbau | Einfache Montage | Spielend leichte Montage |
| Sehr leichte Reinigung | Vorhang aus transparenten Lamellen | Mit Holzboden ausgestattet |
| Aufklappbares Dach | Höhenverstellbare Standfüße |
3. Die Gewöhnung Ihres Hundes an die Hundehütte
Während manche Hunde von Anfang an neugierig auf die Hundehütten reagieren, meiden andere Vierbeiner den Unterschlupf gänzlich. Um Ihren Hund langsam an die Hundehütte zu gewöhnen, sollten Sie wie folgt vorgehen:
- Wichtig ist, dass Ihr Hund die Hundehütte mit etwas Positivem verbindet. Dementsprechend können Sie den Innenraum beispielsweise mit etwas Futter auslegen.
- Hilfreich ist es außerdem, wenn der neue Unterschlupf bereits einen vertrauten Geruch aufweist. So können Sie Decken und Kissen in die Hundehütte legen, die Ihr Hund bereits verwendet hat.
- Führen Sie Ihren Vierbeiner des Öfteren in die Hundehütte, um ihn an den Ort zu gewöhnen. Sofern er freiwillig hineingeht, können Sie ihn mit einem Leckerli und lobenden Worten belohnen.
- Sofern Ihr Hund dauerhaft draußen gehalten werden soll, ist es ratsam, die Zeit in der Hundehütte langsam zu steigern. Lassen Sie Ihren Vierbeiner dementsprechend nicht direkt am Anfang die komplette Nacht in der Hundehütte verbringen.
4. Vorschriften bezüglich der Außenhaltung Ihres Hundes
Bedenken Sie, dass nicht jeder Hund für die reine Außenhaltung geeignet ist. Insbesondere kleine Rassen mit wenig oder gar keiner Unterwolle sollten nicht ausschließlich im Freien gehalten werden, da diese nicht dauerhaft kalten Temperaturen ausgesetzt werden können. Doch auch bei Hunden mit dichtem Fell wie Pyrenäenberghunde, Neufundländer und Berner Sennenhunde ist auf einige Vorschriften zu achten, damit eine Außenhaltung zulässig ist:
- Die Größe der Hundehütte sollte stets auf Ihren Hund angepasst sein.
- Am Boden der Hundehütte darf sich keine Flüssigkeit ansammeln. Durch die Bauweise sollte das Wasser automatisch abfließen können.
- Gewährleisten Sie stets, dass die Hundehütte sauber und ungezieferfrei ist. Weitere Informationen hierzu erhalten Sie unter dem Gliederungspunkt 5 in diesem Ratgeber.
- Sorgen Sie dafür, dass die Öffnung der Hundehütte vor Wind und Regen geschützt ist.
- Stellen Sie sicher, dass die Hundehütte auf allen Seiten aus wärmedämmendem Material besteht, das darüber hinaus keine Gesundheitsgefahr für Ihren Vierbeiner darstellt.
5. Die Reinigung
Damit sich Ihr Hund in der Hütte wohlfühlt, sollten Sie diese regelmäßig reinigen. Dabei ist es jedoch wichtig, keine chemischen Reinigungsmittel zu verwenden, die für Ihren Hund bedenklich sein könnten. Außerdem ist auf folgende weitere Aspekte beim Reinigen der Hundehütte zu achten:
- Leichte Verunreinigungen können Sie mit einem leicht angefeuchteten Lappen und etwas Spülmittel entfernen.
- Der Außenbereich der Hundehütte kann mittels Wasserstrahl gereinigt werden.
- Der Innenraum sollte regelmäßig gesaugt werden.
- Sofern Sie Decken und Kissen in die Hundehütte gelegt haben, ist es empfehlenswert, diese etwa ein- bis zweimal im Monat bei 60 Grad Celsius in die Waschmaschine zu geben.
6. FAQ
Kann ich meine Hundehütte auch in der Wohnung aufstellen?
Sofern Sie ausreichend Platz in Ihrer Wohnung haben, können Sie die Hütte für Ihren Vierbeiner selbstverständlich auch dort aufstellen. Hierbei müssen Sie außerdem nicht auf wärmedämmende Materialeigenschaften achten, da der Hund keinen Temperaturschwankungen ausgesetzt ist. So können Sie beispielsweise auch auf Hundehütten aus Schaumstoff oder aus anderen weichen Materialien zurückgreifen.
Wie kann ich meine Hundehütte selbstständig isolieren?
Sofern das von Ihnen gewählte Modell nicht isoliert ist, können Sie mit entsprechendem Dämmmaterial Abhilfe schaffen: Hierfür eignen sich beispielsweise Styropor oder Styrodur, Sägespäne, Holzwolle und Stroh. Um das Material sinnvoll einsetzen zu können, muss Ihre Hundehütte aus einer Außen- und einer Innenwand bestehen, zwischen welchen das natürliche beziehungsweise künstliche Material eingesetzt wird. Für eine effizient isolierende Wirkung sollte die Styropor- beziehungsweise Styrodur-Schicht etwa drei Zentimeter dick sein, während bei Stroh und Sägespänen eine Zwischenraum-Breite von vier Zentimetern erforderlich ist. Bedenken Sie außerdem, dass das Dämmmaterial regelmäßig gewechselt werden muss.





































