
Ratgeber zu Wetterstationen
Wetterstationen zeichnen sämtliche Daten über das aktuelle Wetter mithilfe spezieller Sensoren auf und zeigen diese an einem zentralen Display an. So messen die Stationen neben der Temperatur außerdem Luftfeuchtigkeit und Luftdruck. Anhand diesen Informationen geben die Geräte schließlich eine Prognose über das künftige Wetter ab.
1. Analoge Barometer
Ein Analoges Barometer kann sowohl im Haus als auch im Garten oder auf dem Balkon eingesetzt werden.

Bevor moderne Funkwetterstationen Einzug in Privathaushalte hielten, gaben Barometer Aufschluss über bevorstehende Wetterveränderungen. Auch heute noch werden klassische Barometer zum Kauf angeboten. Mithilfe dieser Anzeigen lässt sich das Wetter anhand des Luftdrucks ableiten:
- Steigender Luftdruck gilt als Anzeichen für schöneres Wetter
- Abfallender Luftdruck gilt als Anzeichen für eine Schlechtwetterfront
Analoge Barometer sind auch unter dem Begriff Dosenbarometer oder Aneroidbarometer bekannt, da im Inneren des dosenartigen Hohlkörpers das Elastizitätsmodul in Form eines Blechs steckt, welches sich dem Luftdruck entsprechend ausdehnt oder zusammenzieht und die minimale Bewegung auf den Zeiger überträgt.
2. Digitale Funk-Wetterstationen
Mittlerweile haben kompakte Funkwetterstationen das klassische Barometer abgelöst. Der Vorteil der elektrischen Geräte liegt in der höheren Genauigkeit der Messwerte, die von speziellen Außensensoren erfasst werden. Grundmodelle messen dabei Temperatur sowie Luftfeuchtigkeit selbst. Viele Modelle zeigen darüber hinaus nicht nur Mondphasen oder Lichtintensität an, sondern speichern die erhobenen Werte ab, mit denen sich der Verlauf des Wetters nachvollziehen lässt und Prognosen zur weiteren Entwicklung des Wetters möglich werden. Hochwertige Wetterstationen können die erhobenen Daten per Bluetooth oder W-LAN an einen Computer übermitteln, um diese dort mit Isobaren und Satellitenbildern entsprechend aufzubereiten. Moderne Geräte können zusätzliche Funktionen wie Farbdisplay, Fernbedienung oder Anschluss für Speicherkarten besitzen.
Eine Funk-Wetterstation besteht aus folgenden Komponenten:
Basisstation
Die Basisstation stellt die zentrale Anzeige der Wetterstation dar, an der sämtliche Wetterdaten zusammengeführt werden. Daher wird die Basisstation an einem zentralen oder gut zugänglichen Raum aufgestellt, beispielsweise im Wohn- oder Schlafzimmer. Um einen möglichst genauen Wert der Innentemperatur zu erhalten, sollte die Station allerdings keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein. Auch der Standort an einem Heizkörper oder einer Klimaanlage verändert die ermittelte Temperatur.
Außensensor
Das Außenthermometer erfasst Wetterdaten im Freien und sollte für eine möglichst präzise Datenerfassung an einer idealen Stelle angebracht werden. Tipps zum bestmöglichen Aufstellort finden Sie in Kapitel 4 – Den bestmöglichen Aufstellplatz finden.
Basisstationen können mit mehreren Außensensoren verbunden werden, damit Sie verschiedene Temperaturbereiche in Ihrem direkten Umfeld erfassen können.
3. Verschiedene Arten von Wetterstationen
Wetterstationen unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Ausstattung und lassen sich daher in verschiedene Gruppen einteilen:
- Einfache Wetterstationen
- Satellitengestützte Wetterstationen
- Profi Wetterstationen
3.1. Einfache Wetterstationen
Diese Stationen sind mit Basisfunktionen ausgestattet, worunter die Erfassung von Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftdruck zählt. So misst die Basisstation die Innentemperatur, während ein mitgelieferter externer Sensor die Außendaten erfasst. Daneben besitzen Wetterstationen eine eingebaute Funkuhr.

Einfache Wetterstationen
- Verhältnismäßig günstiger Preis
- Basisausstattung
- Anzeige von Innen- und Außentemperatur, Leuftfeuchtigkeit und Luftdruck
- Inklusive Außenthermometer
- Uhranzeige (in der Regel Funkuhr)
- Strombetrieb über Akku oder Batterie
3.2 Satellitengestützte Wetterstationen
Diese Stationen besitzen neben der Basisausstattung einen speziellen Empfänger, der einen Empfang von Außensendern ermöglicht. Damit wird die Wetteranzeige um regionale Daten wie Wetterprognosen, Niederschlagsmenge sowie Windgeschwindigkeiten und Windrichtung erweitert. Damit haben Sie das gesamte Wetter nicht nur im Blick, sondern erhalten damit verlässliche Daten von professionellen Wetterstationen.

Satellitengestützte Wetterstationen
- Empfang von weiteren Wetterdaten über regionale Messstationen möglich:
- Wetterprognose, Niederschlagsmenge, Windddaten
- Wettervorhersage für mehrere Tage möglich
- Inklusive Außenthermometer
- Uhranzeige (in der Regel Funkuhr)
- Strombetrieb über Akku oder Batterie
3.3 Profi Wetterstationen
Diese Wetterstationen verfügen über zusätzliche Sensoren, die Daten erfassen, welche ansonsten von externen Sensoren übermittelt werden. Dazu zählen Niederschlagsmenge und Winddaten. Profi Wetterstationen besitzen außerdem einen eigenen Speicher, welcher das Archivieren erhobener Daten ermöglicht. Diese Daten können schließlich auf den Computer übertragen werden, um sie dort auszuwerten.

Profi Wetterstationen
- Verfügen über weitere Sensoren zur Wetteranalyse
- Erheben eigenständig Daten zu Niederschlagsmenge und Winddaten
- Erstellen Wettervorhersagen auf Basis eigener Werte
- Speichern erhobene Daten ab
- Schnittstelle zur Datenübertragung auf den Computer durch Speicherkarten- oder W-LAN-Kompatibilität
- Benötigen zusätzliche Stromzufuhr per Netzstecker
Vielen Profi-Wetterstationen liegt eine entsprechende Software bei, mit welcher die aufgezeichneten Daten aufbereitet werden können.
4. Den bestmöglichen Aufstellplatz finden
Um möglichst genaue Messdaten zu erzielen, sollte der Aufstellplatz sowohl von der Basisstation als auch von externen Sensoren sorgfältig gewählt werden. Außerdem spielt der Abstand zwischen Basisstation und Sensor eine entscheidende Rolle, damit ein einwandfreier Datenaustausch zwischen den Geräten stattfinden kann.
4.1 Basisstation
Der Standort für die Basisstation kann im Haus frei gewählt werden. Sie sollten bei der Positionierung lediglich darauf achten, dass diese nicht dem direkten Sonnenlicht ausgesetzt ist oder sich zu nah an der Heizung beziehungsweise Klimaanlage befindet.
4.2 Außensensor
Bei der Positionierung des Außenthermometers sollten Sie darauf achten, dieses an einer geeigneten Stelle anzubringen. Es sollte vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt und nicht direkt an der Hausfassade angebracht sein, da die Wärmestrahlung der Fassade die Messergebnisse verfälschen kann. Am besten bringen Sie den Außensensor an einem Baum an, der vor direkten Wettereinflüssen schützt und so weit wie möglich vom nächsten Gebäude entfernt ist.
Hersteller von Wetterstationen bieten Außensensoren auch zum separaten Kauf an.
Beachten Sie zudem die Funkreichweite des Außensensors. Befindet sich dieser zu weit von der Basisstation entfernt oder liegen zu viele Hürden zwischen beiden Geräten, können keine Daten an die Basisstation gesendet werden, da das Funksignal abbricht. In der Regel liegt die Reichweite in einem Bereich zwischen 50 und 100 Meter.
4.3 Tipps für eine bestmögliche Funkverbindung
Für eine möglichst gute Funkverbindung zwischen Basisstation und Sensoren sollte zwischen beiden Geräten möglichst viel Freifläche liegen. Die Funkverbindung kann durch folgende Faktoren beeinträchtigt werden:
Funkverbidung und W-LAN
Diese Signale haben bei allen elektrischen Geräten die größte Auswirkung auf die Funkverbindung der Wetterstation. Deshalb sollte die Basisstation nicht zwischen schnurlosem Telefon und Router aufgestellt werden.
Wände
Die Funkverbindung von Wetterstationen reicht aus, um eine Außenwand problemlos zu durchdringen. Liegen mehrere Wände zwischen Sender und Empfänger, wird die Verbindung stark eingeschränkt oder reißt womöglich ab. Deshalb sollten Sie den Empfänger möglichst in einem Zimmer mit Außenwand und in nächster Nähe zum Sensor platzieren.
Stromversorgung/Batterie
Außensensoren erhalten ihren Strom durch Batterien oder Akkus. Lässt die Kapazität nach, mindert sich auch die Stärke des Signals. Schwache Batterien oder Akkus werden im Winter durch die Kälte zusätzlich strapaziert, wodurch es zu einem Verlust der Verbindung kommen kann. Daher sollten Sie speziell im Winter darauf achten, möglichst vollgeladene Batterien oder Akkus für den Außensensor zu verwenden.
5. FAQ
Was muss ich bei der Installation einer Wetterstation beachten?
Achten Sie auf den passenden Standort der Basisstation sowie der Außensensoren. Die Basisstation sollte für möglichst genau Ergebnisse fern von direkter Sonneneinstrahlung oder Heizungswärme stehen. Der Außensensor sollte vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt sein und nicht unmittelbar am Gebäude angebracht werden, da die Hauswand Wärme reflektieren und ausstrahlen kann.
Was zeichnet qualitativ hochwertige Wetterstationen aus?
Entscheiden Sie sich für bewährte Hersteller, wie beispielsweise TFA, Velleman, Eschenbach, Bresser, Technoline oder Oregon Scientific. Hier finden Sie Geräte in jeder Preisklasse.
Warum piept meine Wetterstation?
Ein Piepsen kann verschiedene Ursachen haben. In dem Fall sollten Sie zunächst die Batterien des Außensensors sowie der Basisstation überprüfen. Zudem kann es manchmal nötig sein, den Reset-Knopf des Geräts zu betätigen. Eine weitere Fehlerquelle kann im Verbindungsabbruch zwischen Basisstation und Außensensor liegen. Sorgen Sie in diesem Fall für eine bessere Funkverbindung. Manche Wetterstationen sind aber auch mit einem Wetteralarm ausgestattet, der ertönt, sobald ein eingestelltes Wetterverhältnis erreicht wird. Oft schafft ein Blick in die Gebrauchsanweisung des Geräts Abhilfe.






































