
Wissenswertes zu Babybadewannen
Das Baden ist ein ganz besonderes Ritual für Baby und Eltern. Wir zeigen Ihnen, welche Badehilfsmittel zur Auswahl stehen und was Sie beim Baden Ihres Nachwuchses beachten müssen.
1. Die Babybadewanne
Wenn das Baby da ist, stellen sich den Eltern viele Fragen: Ab wann darf es das erste Mal gebadet werden? Und darf es in die normale Badewanne?
Das Baden eröffnet dem Baby eine neue Sicht auf die Welt und kann zudem entspannend wirken.
Für die ersten Wochen reicht für die Pflege des Babys das Waschen mit klarem Wasser und Waschlappen. Gebadet werden sollten die Kleinen erst, wenn die Reste der Nabelschnur abgefallen sind und die Wunde vollständig geheilt ist.
Die normale Badewanne ist insbesondere für kleine Säuglinge zum Baden ungeeignet. Für Neugeborene und Kleinkinder besteht bereits bei geringer Wassertiefe die Gefahr zu ertrinken. Das Kind muss daher stets sicher gehalten werden. Durch die Größe, Breite und Tiefe einer gängigen Badewanne bedeutet dies für die Eltern in der Regel auf Dauer große Anstrengung und Rückenprobleme. Das Sicherheitsrisiko in einer normalen Badewanne ist für Babys daher groß. Viele Kinder fühlen sich in der Weite der Wanne auch verloren und verspüren schnell Angst. Eine Babybadewanne vermittelt ihnen durch die kompakten Maße dagegen Sicherheit.
Lassen Sie Ihr Kind während des Badens nie unbeaufsichtigt und halten Sie es gut fest! Achten Sie darauf, dass der Kopf des Kindes nicht unter die Wasseroberfläche gerät.
Babywannen bieten weitere Aspekte, die das Baden Ihres Kindes vereinfachen:
- Antirutschvorrichtungen auf dem Wannenboden sorgen für gesteigerte Sicherheit bei Neugeborenen
- Sitzmulden geben Kindern, die bereits selbstständig sitzen können, extra Halt
- Ergonomisch geformte Armablagen erleichtern Eltern das Baden zusätzlich
- Weitere Ablagen bieten Platz für Wasserspielzeug und Pflegeprodukte
- Eine Ablaufvorrichtung mit Stöpsel ermöglicht das bequeme Leeren der Wanne
- Mit einem Ablaufschlauch kombiniert kann das Wasser direkt in einen Ausguss geführt werden, ohne dass die Wanne bewegt werden muss
Durch das geringe Fassungsvermögen der Babybadewanne müssen Sie im Vergleich zu einer gängigen Badewanne weniger Wasser einfüllen und sparen so auch Kosten.
2. Varianten von Badehilfen für Ihr Baby
Hilfsmittel zum Baden Ihres Babys sind in vielen Varianten erhältlich, die je nach Temperament oder Alter Ihres Kindes besonders geeignet sind. Zudem werden Produkte angeboten, die dem Nachwuchs den Übergang zur Nutzung der großen Badewanne erleichtern. Wir stellen Ihnen die verschiedenen Versionen im Folgenden vor:
Klassische Babybadewanne
Die klassische Babywanne ist praktisch eine Badewanne im Kleinformat. Diese Ausführung ist häufig mit der bereits erwähnten Abflussöffnung sowie Antirutschmatten ausgestattet. Sie kann entweder auf dem Boden oder einem Tisch gestellt beziehungsweise auf einen speziellen Badewannenständer eingesetzt werden. Manche Gestelle fungieren als Badewannenaufsatz. Für noch mehr Sicherheit kann die Wanne mit einem Badewannensitz kombiniert werden.
Es sind auch Modelle erhältlich, die Babybadewanne und Wickeltisch miteinander kombinieren.

Badeeimer
Der Badeeimer entspricht in seiner Form weniger einer gängigen Wanne als einem schmalen Eimer. Er eignet sich insbesondere für sehr junge Säuglinge, da er ihnen das aus dem Mutterleib bekannte Gefühl der Enge wiedergibt und somit beruhigend wirken kann.
Weitere Vorteile sind:
- Besonders langsame Abnahme der Wassertemperatur durch kleine Wasseroberfläche
- Sehr geringer Wasserverbrauch
- Erhöhte Sicherheit, da das Kind ohne große Kraftanstrengung über der Wasseroberfläche gehalten werden kann
Zu bedenken ist jedoch:
- Der Badeeimer ist aufgrund seiner Größe nur eine vergleichsweise kurze Zeitspanne einsetzbar, da das Baby ihm schnell entwächst
- Po und Beine können nicht so bequem für die Reinigung erreicht werden wie bei anderen Varianten

Badewannensitz
Der mobile Badewannensitz ist für Kleinkinder geeignet, die bereits selbstständig sitzen können. Er ist in verschiedenen Varianten erhältlich und kann entweder in die Babybadewanne eingesetzt werden, um den Eltern das Waschen zu erleichtern oder den Übergang in die große Badewanne ermöglichen. Während das Kind in der Vorrichtung sicher gehalten wird und planschen kann, haben Vater oder Mutter beide Hände für die Reinigung und das Spielen frei.
Die Sitze verfügen in der Regel über:
- Eine Kindersicherung
- Saugnäpfe auf der Unterseite für einen sicheren Stand

Aufblasbares oder faltbares Babybecken
Besonders platzsparend sind aufblasbare oder faltbare Babywannen. Insbesondere aufblasbare Wannen eignen sich auch für den Einsatz in der Duschwanne oder auf Fliesenböden, da sie frei von harten Kanten oder Ecken sind. Im Sommer können sie zudem im Freien als Planschbecken aufgebaut werden. Da sie den Kindern keinen festen Halt am Rand bieten, eignen sie sich für den Nachwuchs ab dem 12. Lebensmonat.

3. Reinigung und Kauftipps
Beim Kauf einer Babybadewanne sollten Sie insbesondere auf die Verarbeitung achten. Weitere Punkte, die in ihre Kaufentscheidung miteinfließen sollten, sind die folgenden:
- Gummierte, rutschfeste Füße und eine ebenso beschaffene Unterseite bieten größtmögliche Standfestigkeit und somit Sicherheit
- Dies gilt insbesondere für Badeeimer, die aufgrund ihrer Höhe leicht umkippen können
- Rutschhemmende Einlagen erleichtern das Baden, da das Kind so sicher sitzen kann
- Wählen Sie eine großzügig bemessene Wanne, in der das Kind jedoch auch in ausgestreckter Haltung nicht vollständig unter die Wasseroberfläche rutschen kann
- An den Seiten sollte eine Handbreit Platz vorhanden sein (Erwachsenengröße)
- Ein breiter Rand ermöglicht es Ihnen, die Arme abzulegen während Sie das Baby halten
Die Reinigung gestaltet sich recht einfach:
Putzen Sie die Wanne bei Bedarf mit einem milden, fettlösenden Spülmittel und spülen Sie sie anschließend mit kochend heißem Wasser zur Keimabtötung nach.
Zubehör wie Badespielzeug, Thermometer, spezielle Babypflegemittel und Handtücher sowie Waschlappen komplettieren die Ausstattung, mit der das regelmäßige Bad zu einem beliebten Ritual wird.
4. FAQ
Wie bade ich mein Baby richtig?
Nicht nur das Waschen an sich, auch einige Faktoren rund ums Baden sind zu beachten:
- Die Raumtemperatur sollte über 23 Grad Celsius liegen
- Die Wassertemperatur sollte zwischen 37 und 38 Grad Celsius liegen
- Die Wassertiefe sollte nicht höher als bis zum Bauchnabel des sitzenden Babys reichen
- Öfter als ein- bis dreimal die Woche müssen Sie Ihr Kind nicht baden
Mit dem richtigen Griff können Sie das Baby sicher baden: Fassen Sie dafür mit der nicht-dominanten Hand unter dem Köpfchen hindurch und umschließen Sie die Schulter beziehungsweise den Oberarm des Kindes. So ruht der Kopf auf Ihrem Arm. Mit der anderen Hand greifen Sie unter den Babypo und heben das Kind nun langsam ins Wasser. Lassen Sie den Po los und waschen Sie das Kind von oben nach unten, angefangen beim Hals. Als letztes reinigen Sie sanft Kopf und Gesicht.
Länger als zehn Minuten sollte Ihr Nachwuchs nicht im Wasser bleiben. Trocknen Sie Ihr Kind anschließend sanft ab. Nun können Sie das Baby eincremen oder eine Babymassage anschließen.
Was kann ich machen, wenn mein Baby das Baden nicht mag?
Insbesondere wenn Babys bereits schlechte Erfahrungen gemacht haben, kann sich die Angst vor dem Bad einstellen. Achten Sie daher immer auf die richtige Badetemperatur sowie darauf, nur milde Produkte zu verwenden, die nicht in den Augen brennen. Aber auch ohne konkreten Anlass gibt es Babys, die erst vom Bad überzeugt werden müssen. Im schlimmsten Fall können Sie auch eine Weile zur Wäsche mit dem Waschlappen zurückkehren. Versuchen Sie, das Bad wieder interessant zu machen, zum Beispiel mit speziellem Wasserspielzeug oder indem Sie dabei die Lieblingsmusik Ihres Babys abspielen.
Wie viel Wasser sollte ich in die Babybadewanne einfüllen?
Sie müssen die Wanne nicht bis zum Rand auffüllen: Eine Wasserhöhe von circa zehn Zentimetern reicht völlig aus. Grundsätzlich sollten Sie auch darauf achten, dass das Wasser dem sitzenden Baby nicht über den Bauchnabel reicht. Säuglinge, die noch nicht sitzen können, sollten auf der Wasseroberfläche schwimmen, während Sie sie sicher festhalten.




































